Abgrenzung |
|
Themen:
|
|
|
Die Lösung der instationären
Wärmeleitungsgleichung für Baukonstruktionen hat seit ihrer
Aufstellung durch Fourier zahlreiche Wissenschaftler beschäftigt, so
dass eine Fülle von grafischen und numerischen Lösungsmöglichkeiten
zur Verfügung stehen. Aufgrund der vielfältigen technischen
Anwendungsgebiete sind für etliche Sonderfälle Berechnungsverfahren
in der umfangreichen Literatur angegeben. Seit Einführung der modernen Datenverarbeitungsanlagen sind
numerische Verfahren (Differenzenverfahren,
Finite-Elemente-Methode) entwickelt worden, mit denen selbst
komplizierte räumliche Strukturen unter beliebigen Randbedingungen
berechnet werden können. Bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden
instationäre Temperaturprobleme fast ausschließlich mit Verfahren
der finiten Differenzen gelöst. Wegen seiner guten Stabilität
hat sich hierfür besonders das "Crank-Nicolson-Verfahren"
durchgesetzt, welches, im Gegensatz zu den anderen Methoden, die
Wärmestromdichte als arithmetischen Mittelwert der beiden
Nachbarzeitpunkte wählt. Für alle Differenzenverfahren gilt, dass die partiellen Ableitungen
durch endliche Differenzen ersetzt werden; aus
Differential-quotienten werden also Differenzen-Quotienten. Je feiner
die Unterteilung im Ort-Zeit-Raster gewählt wird, desto präziser ist
das Ergebnis. Hierdurch erhöht sich jedoch auch die Rechenzeit
erheblich, da in der Regel große Gleichungssysteme zu lösen sind.
Heute werden instationäre Temperaturprobleme größtenteils mit der
Methode der finiten Elemente gelöst. Dabei wird der
betrachtete Körper in eine große Anzahl einfacher Elemente zerlegt,
an deren Ecken (Knoten) die Temperaturen ermittelt werden sollen.
Zur Beschreibung des in der Regel linear angenommenen
Temperaturverlaufes innerhalb eines Elementes werden Formfunktionen
aufgestellt, die sich vorteilhaft in Vektorschreibweise ausdrücken
lassen. Der Lösungsalgorithmus zur Errechnung der instationären
Temperatur in den Raum umschließenden Bauteilen innerhalb des
Simulationsprogrammes "dyAna®" beruht auf der Dissertation von
Herrn Manfred Mahler: "Analytische Lösung der instationären
Temperaturfeldgleichung für beliebige Randbedingungen bei
Berücksichtigung innerer Wärmequellen". Dort sind, im Gegensatz zu den bekannten analytischen
Berechnungsmöglichkeiten, über den "Entwicklungssatz" beliebige
Funktionen als Randbedingungen für Temperatur und Wärmestrom für
mehrschichtige Konstruktionen möglich. Die Anfangstemperaturen
können ebenfalls beliebige Funktionen sein. Bei Gebäudesimulationen werden in der Regel - weil die numerische Bestimmung des instationären Temperaturfeldes der zahlreichen Konstruktionen zu viel Rechenzeit erfordert - für die thermische Abbildung der Raum umschließende Hülle mathematische Analogiemodelle wie z. B. die z-Transfer-Funktion oder die Response-Faktoren-Methode eingesetzt. Die Raum umschließenden Bauteile werden dabei als "Black Box" behandelt, es sind nur die Oberflächentemperaturen und die Wärmeströme auf den Oberflächen bekannt. Da "dyAna®" eine analytische Lösung besitzt und deshalb der Rechenkern äußerst stabil und extrem schnell arbeitet, werden bei der Gebäudesimulation alle Konstruktionen mit ihrem instationären Temperatur- und Feuchtefeld (für die Feuchte-Berechnung) berechnet, so dass
angegeben werden. => Nur so ist eine ganzheitliche Beurteilung und Bewertung möglich! |
|